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11 Beobachtungen zum Spiel Rumänien gegen Frankreich
1. Rumänien ist eine junge Republik, entsprechend inbrünstig wird die Hymne gesungen. Besonders hervor tut sich dabei Cristian Chivu, der die Hymne schmettert, als hätte er denselben Alkoholpegel wie der Fanblock.
2. Tom Bartels hält Thuram (Frankreich) und Mutu (Rumänien) für Teamkollegen bei Juventus Turin. Seit dem Zwangsabstieg von Turin vor zwei Jahren spielt Mutu für Florenz. Dürfen ARD-Reporter nur ARD kucken?
3. Domenech – der Intellektuelle unter den Trainern. Gibt es sonst noch einen mit so einer Denkerbrille? Mit diesen knochigen Wangen? Der Literatenwuschelfrisur? Den traurigen Augen? Der Zwergenstatur? Gibt es noch einen Franzosen? Er sieht aus wie jemand, der im Schulsport immer als Letzter in die Mannschaft gewählt wurde.
4. Flanken aus dem Halbfeld, das Markenzeichen und eine der Stärken von Willy Sagnol, sollen das Manko und die Schwäche von Willy Sagnol sein. Was bleibt dem Melancholiker auf der rechten Außenbahn da noch?
5. Nach 23 Minuten wird zum ersten Mal Mehmet Scholl erwähnt. Mir wird klar: ich habe die Vorstellung des neuen Traumpaars Beckmann-Scholl verpasst. Ein Ereignis, von dem in vielen Jahren mit den Worten:„Ich weiß noch genau, wo ich war, als Mehmet Scholl und Reinhold Beckmann zum ersten Mal…“, die Rede sein wird.
6. Halbzeit: Die Beckmann-Scholl-Zwillinge im schwarzen Aufreißerhemd. Man kann sie kaum unterscheiden. Die beiden wirken mindestens so müde, wie sie es dem Spiel attestieren.
7. Tom Bartels kommentiert wie jemand, der alles Bemerkenswerte im Fußball schon gesehen hat und deshalb nur die bedeutungslosen Dinge erwähnt. „Niculae und Niculae sind NICHT miteinander verwandt.“ Dann steht einer Eheschließung wohl nichts im Weg.
8. Die Penetranz, mit der Adrian Mutu zum Weltklassespieler geredet wird, erinnert an Pepe das Stinktier von Warner Bros., der bei keiner Frau landen kann.
9. Mindestens so sehr wie die Rumänen sehne ich einen George Hagi herbei, der angekotzt kuckt und den Ball einfach endlich ins Tor drischt. Auf Seiten der Franzosen wäre das nicht der Langweiler Zidane, sondern das wahre Genie Cantona.
10. 0:0 Endstand. Tröstet euch, liebe Franzosen, ein Unentschieden gegen den künftigen Europameister. Tröstet euch, liebe Rumänen, die Franzosen waren echt auch mal ganz gut.
11. Mehmet Scholl – das Österreich der Kommentatoren. Sein Glück: das gesamte Feld besteht aus lauter Österreichen.
1 comment Juni 9, 2008
Hello world!
Ja, hallo Welt! (Das mag etwas hochgegriffen sein, aber so darf sich dann eben jeder Leser als Welt betrachten. Logischer Schluss: kein Leser, keine Welt. Oder: viele Leser, viele Welten? Dem Subjektivismus hab ich jetzt eben mal Tür und Tor geöffnet, ich hoffe, Gott wird mir das verzeihen [Ob sich Gott tatsächlich durch das Internet bedroht fühlt? Ist das schon Blasphemie? Hat Gott ein Blog?].)
Add comment April 21, 2007