Was ich immer schon einmal machen wollte
Der Mensch ist voller Rätsel und voller Wünsche. Ein Beispiel: ich wollte vor kurzem (zumindest im Blog ist es nicht weit von hier entfernt) eine Inventur des Lebens durchführen. 30 Artikel an 30 Tagen. Jeden Tag ein Text über einen Gegenstand in meiner Wohnung, der mehr ist als nur dieser Gegenstand. Ein frommer Wunsch wie sich herausstellte.

Ich wollte nie Baseballastronaut werden.
Hier nun das Rätsel: wie kam es dazu? Wie konnte ich diese grandiose Idee –praktisch mein eigen Fleisch und Blut- so im Sand verlaufen lassen? Es gab durchaus positives Feedback für die ersten Episoden, ich hätte mich angestachelt fühlen können. Stattdessen gab ich mich der Prokrastination, der Aufschieberitis, hin und erfand jeden Tag neue Gründe, warum ich morgen sicher einen besseren Artikel schreiben würde als heute. „Morgen, morgen, nur nicht heute sagen alle faulen Leute.“ Danke, Volksmund. Aber ist man tatsächlich faul, wenn man etwas –egal was- exzessiv betreibt? Ist ein Partylöwe faul? Der Computer ist ein Arbeitsgerät. Wenn man den ganzen Tag davor sitzt, ist man doch nicht faul, oder? Im Aufschieben jedenfalls bin ich alles andere als faul. Und die gewonnene Zeit ist auch alles andere als Muße. Man fühlt sich ungut, man hat ein schlechtes Gewissen, ein großes Gewicht drückt einem auf die Schultern. Muss man am Ende des Tages immer gleich was Neues geschaffen haben? Und gibt es nicht noch viel mehr Gründe dafür, warum man Dinge, die man eigentlich gern täte, nicht tut? Wie wär’s mit Feigheit? Oder mal ein positives Attribut: Respekt? Egal aus welchen Gründen, ich gewisse Dinge nicht tue, die nächsten Texte sollen sich um Dinge drehen, die ich einmal machen wollte. Vielleicht werde ich die Gründe verraten, vielleicht werden die Dinge auch irgendwann einfach getan. Und vielleicht, lieber Leser (oder noch lieber: liebe Leserin), findest du dich, deine Wünsche und deine Rätsel selbst wieder. Vielleicht warst du aber auch einfach stärker und hast sie schon getan. Dann berichte!
Inventur des Lebens
Mein Blog leidet, fürchte ich. Es will gefüttert, gehegt und gepflegt werden. Stattdessen lasse ich es links liegen und kümmere mich nicht. Daran sollte sich etwas ändern. Tatsächlich ist mir im Nachtbus nach Hause gestern eine Idee gekommen, mit der ich das Blögchen etwas hätscheln könnte. Ich rufe ein Projekt ins Leben, bei dem ich versuche, 30 Tage lang jeden Tag einen Text online zu stellen. Die Texte sollen sich im weitesten Sinne um Gegenstände in meinem Umfeld drehen, Gegenstände, die ich häufig benutze oder eben nicht, die ich gut finde oder eben nicht. Dadurch könnte eine Inventur meines Lebens entstehen. Oder eine Ansammlung willkürlich zusammenhängender Texte. Hauptsache das Blog rappelt sich dadurch etwas auf.
Das schöne an den Dingen, über die ich schreiben möchte, ist, dass sie ihre Existenz allein den Ideen, Plänen und Händen eines Menschen verdanken. Sie sind Teil und Ausdruck einer Kultur. Sie sind Deutschland. Ich werde mich wohl vom Bad zur Küche durch den Flur in mein Arbeits- / Wohn- / Schlafzimmer hangeln. Es ist aber auch möglich, dass sich diese Vorgehensweise als unnütz oder langweilig erweist und ich verzweifelt nach täglicher Inspiration suche. Grob geschätzt sollte ich tatsächlich über 30 verschiedene Gegenstände besitzen, über die man auch tatsächlich etwas zu sagen hat, aber eben nur grob geschätzt. Wenn sich herausstellt, dass ich ärmer bin, als ich dachte, werde ich an der 30-Tage-Regel festhalten und mir etwas einfallen lassen müssen.
Beginnen möchte ich morgen mit „die Zahnbürste“.
Sein oder nicht sein
Die Welt der Blogs ist unergründlich. Eine der Unergründlichkeiten ist folgende: obwohl ich ja in den letzten Wochen äußerst schreibfaul beschäftigt war, hat sich an der Besucherrate der Seite kaum etwas verändert, sie kratzt an der täglichen 100er-Marke.
Das ist für mich einerseits beruhigend, denn offensichtlich muss ich mir keinen Redakteur zulegen, um täglich frische Ware auf den Tisch zu bringen, damit ich Klicks bekomme. Andererseits weiß ich auch: du, lieber Leser, machst doch sicher höchstens 10 % dieser Klicks aus. Reicht es also aus, Bilder von Knut hochzuladen, um sich via Blogstatistik geil zu finden? Nein, leider nicht, denn ich will eure Liebe für mich!

Für mich ganz allein!
2008
2007 war ein sehr interessantes Jahr, man könnte fast sagen, dass es gut lief, auch wenn ich mich seit meinem Geburtstag alt fühle. Dennoch an dieser Stelle kein Rückblick, sondern Wünsche für 2008.
Ich wünschte, ich wäre weniger faul und könnte hier täglich einen großartigen, witzigen und unheimlich geistreichen Artikel schreiben. Aber tatsächlich ist es leider so, dass ich sogar zu faul zum Essen bin. Also nicht nur zum Einkaufen und Zubereiten, sondern wirklich zu faul zum Essen an sich.
Ich wünschte, mein Computer würde sich für 2008 vornehmen, flüsterleise und ruckelfrei zu funktionieren, so dass man damit entspannt Musik hören und vielleicht sogar Filme auf youtube kucken könnte.
Dann wünsch ich mir noch, dass mich vielleicht doch mal die Muse küsst und ich den besten Song der Welt mit dem besten Text obendrauf schreibe. Alternativ würde ich es mir auch gefallen lassen, wenn ich einen Schreibflash bekäme und meine ausstehenden zwei Hauptseminararbeiten sowie meine Magisterarbeit abschließen würde. Aber die Faulheit…
Was die Liebe angeht, ist es okay, wenn es so langsam tastend weiter geht, wenn ich ein attraktiver 40-jähriger bin, hab ich dann meine Modelfreundin, die auch noch kochen und denken kann.
Wirklich wichtig für 2008 wäre, dass mein Neffe gesund zur Welt kommt und hält, was er verspricht. In diesem Sinne ein schönes Jahr!
It’s a hit!
Hmmm…die zweite 1000 ist nicht ganz so befriedigend, obwohl’s viel schneller ging. Aber es liegt eben fast alles nur an Cillian Murphy.
It’s a hit!
Es mag ja wie Selbstbeweihräucherung wirken, aber ich möchte einfach mal darauf hinweisen, dass ich in diesem Moment die Marke von 1000 Hits geknackt habe. Sicher, es mag Blogs geben, die das täglich schaffen, trotzdem ist es faszinierend, dass -auf welche Art und aus welchem Grund auch immer- seit Ende April mehr als 1000 Mal diese kleine, dumme Seite aufgerufen wurde. Wer auch immer ihr seid: Danke!

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