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	<title>Kommentare zu: Zur Europawahl</title>
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	<description>Ich, wie es wirklich war</description>
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		<title>Von: felixander</title>
		<link>http://felixander.wordpress.com/2009/06/07/zur-europawahl/#comment-885</link>
		<dc:creator>felixander</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 19:49:06 +0000</pubDate>
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		<description>Interessenvertretung gut und schön, aber sich auf so ein spezielles Interesse einer ganz speziellen Gruppe zu beschränken, find ich schlecht. Auch bei der Piratenpartei beispielsweise. Da fehlt ein Weltbil oder ähnliches dahinter.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessenvertretung gut und schön, aber sich auf so ein spezielles Interesse einer ganz speziellen Gruppe zu beschränken, find ich schlecht. Auch bei der Piratenpartei beispielsweise. Da fehlt ein Weltbil oder ähnliches dahinter.</p>
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		<title>Von: Godwi</title>
		<link>http://felixander.wordpress.com/2009/06/07/zur-europawahl/#comment-884</link>
		<dc:creator>Godwi</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 19:36:52 +0000</pubDate>
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		<description>Ich weiß wie du das meinst, und diese Sichtweise ist mir ja auch sympathisch. Aber es ist keine Frage der Sichtweise, sondern wirklich einzig und allein per Definition der Zweck einer Partei:

&quot;Die Politische Partei (v. lat.: pars, partis = Teil, Richtung) ist ein auf unterschiedliche Weise organisierter Zusammenschluss von Menschen, die innerhalb des umfassenderen politischen Verbandes (Staat o.Ä.) danach streben, politische Macht und die entsprechenden Positionen zu besetzen, um ihre eigenen sachlichen oder ideellen Ziele zu verwirklichen und/oder persönliche Vorteile zu erlangen.&quot; (Wikipedia)

Es ist im Übrigen nicht verwerflich, sich auf die eigenen Ziele zu beschränken, solange das in einer Demokratie geschieht. Politik in einer Demokratie zu machen, bedeutet auch, zu wissen, dass Bereiche, die die eigene Partei nicht abdeckt, von anderen Parteien betreut werden.

Und da du Die Grünen erwähnst: Was sie fordern (Umweltschutz, Verantwortung gegenüber der Natur, Selbstbestimmung der Menschen, erweiterte Gerechtigkeit, lebendige Demokratie) mag dir richtig erscheinen und in dir den Eindruck erwecken, es sei zum Wohle aller Menschen der richtige Weg. Das denke ich, nebenbei bemerkt, selbst auch. Aber es ist durchaus vorstellbar, andere Werte höher einzustufen sein könnten, und schon stehen die Ideale der Grünen nicht mehr als etwas da, was allen Menschen gut tut. So wäre eine religiöse Partei denkbar, die die Meinung vertritt, dass ein autoritärer Gott genauer weiß, was für uns gut ist. Wenn dieser Gott Dinge fordert, die in Widerspruch zum Weltbild der Grünen stehen, wird ein Anhänger der religiösen Partei niemals anerkennen, dass die Grünen uneigennützig handeln. Auch ein Wirtschaftsliberaler, der die Sichtweise vertritt, dass an alle gedacht ist, wenn jeder an sich selbst denkt, kann mit dem Konzept der erweiterten Gerechtigkeit nichts anfangen. Und eine sozialistische Partei, die dem Wohle der Menschen dienen will, indem sie Produktionsmittel verstaatlicht, damit niemand durch die Ausbeutung seiner Arbeitskraft versklavt werden kann, wird grüne Wirtschaftspolitik als neoliberal und damit als reaktionär wahrnehmen.

Was ich sagen will, ist nur: Auch das grüne Programm vertritt sehr spezielle Interessen. Das ist in Ordnung, aber man muss wissen, was man vor sich hat.

Politik ist Interessenvertretung. Nichts sonst.

Godwi</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß wie du das meinst, und diese Sichtweise ist mir ja auch sympathisch. Aber es ist keine Frage der Sichtweise, sondern wirklich einzig und allein per Definition der Zweck einer Partei:</p>
<p>&#8222;Die Politische Partei (v. lat.: pars, partis = Teil, Richtung) ist ein auf unterschiedliche Weise organisierter Zusammenschluss von Menschen, die innerhalb des umfassenderen politischen Verbandes (Staat o.Ä.) danach streben, politische Macht und die entsprechenden Positionen zu besetzen, um ihre eigenen sachlichen oder ideellen Ziele zu verwirklichen und/oder persönliche Vorteile zu erlangen.&#8220; (Wikipedia)</p>
<p>Es ist im Übrigen nicht verwerflich, sich auf die eigenen Ziele zu beschränken, solange das in einer Demokratie geschieht. Politik in einer Demokratie zu machen, bedeutet auch, zu wissen, dass Bereiche, die die eigene Partei nicht abdeckt, von anderen Parteien betreut werden.</p>
<p>Und da du Die Grünen erwähnst: Was sie fordern (Umweltschutz, Verantwortung gegenüber der Natur, Selbstbestimmung der Menschen, erweiterte Gerechtigkeit, lebendige Demokratie) mag dir richtig erscheinen und in dir den Eindruck erwecken, es sei zum Wohle aller Menschen der richtige Weg. Das denke ich, nebenbei bemerkt, selbst auch. Aber es ist durchaus vorstellbar, andere Werte höher einzustufen sein könnten, und schon stehen die Ideale der Grünen nicht mehr als etwas da, was allen Menschen gut tut. So wäre eine religiöse Partei denkbar, die die Meinung vertritt, dass ein autoritärer Gott genauer weiß, was für uns gut ist. Wenn dieser Gott Dinge fordert, die in Widerspruch zum Weltbild der Grünen stehen, wird ein Anhänger der religiösen Partei niemals anerkennen, dass die Grünen uneigennützig handeln. Auch ein Wirtschaftsliberaler, der die Sichtweise vertritt, dass an alle gedacht ist, wenn jeder an sich selbst denkt, kann mit dem Konzept der erweiterten Gerechtigkeit nichts anfangen. Und eine sozialistische Partei, die dem Wohle der Menschen dienen will, indem sie Produktionsmittel verstaatlicht, damit niemand durch die Ausbeutung seiner Arbeitskraft versklavt werden kann, wird grüne Wirtschaftspolitik als neoliberal und damit als reaktionär wahrnehmen.</p>
<p>Was ich sagen will, ist nur: Auch das grüne Programm vertritt sehr spezielle Interessen. Das ist in Ordnung, aber man muss wissen, was man vor sich hat.</p>
<p>Politik ist Interessenvertretung. Nichts sonst.</p>
<p>Godwi</p>
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		<title>Von: felixander</title>
		<link>http://felixander.wordpress.com/2009/06/07/zur-europawahl/#comment-882</link>
		<dc:creator>felixander</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 13:24:44 +0000</pubDate>
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		<description>Nein, das sehe ich anders. Die Grünen beispielsweise (zumindest von ihrer Grundausrichtung her) fordern ja gerade Dinge, die die gesamte Gesellschaft betreffen und die ganz und gar nicht nur eigennützig sind.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, das sehe ich anders. Die Grünen beispielsweise (zumindest von ihrer Grundausrichtung her) fordern ja gerade Dinge, die die gesamte Gesellschaft betreffen und die ganz und gar nicht nur eigennützig sind.</p>
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		<title>Von: godwi</title>
		<link>http://felixander.wordpress.com/2009/06/07/zur-europawahl/#comment-881</link>
		<dc:creator>godwi</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 13:07:14 +0000</pubDate>
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		<description>Schön geschrieben, inhaltlich möchte ich sogar zustimmen. Nur: Parteien haben die Aufgabe, parteiisch zu sein. Deshalb fordern sie Dinge, die dem eigenen Vorteil dienen. Insofern darf von einer Seniorenpartei keine Uneigennützigkeit erwartet werden.

Godwi</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schön geschrieben, inhaltlich möchte ich sogar zustimmen. Nur: Parteien haben die Aufgabe, parteiisch zu sein. Deshalb fordern sie Dinge, die dem eigenen Vorteil dienen. Insofern darf von einer Seniorenpartei keine Uneigennützigkeit erwartet werden.</p>
<p>Godwi</p>
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