Selbst ist der Mann
Mittwoch war ich feiern, da kommt man schon mal auf komische Gesprächsthemen. Wir kamen auf Rex Guildo. Für die, die sich nicht erinnern: Rex Guildo war Schlagersänger. Er war die exotische, knusperbraune Erotikphantasie von Kneipenbesitzerinnen mit lila Dauerwellenfönfrisur der 90er. Er war die Schlager-Britney-Spears der 70er und dank Fiesta Mexicana kennt ihn praktisch jeder. 1999 nahm er sich durch einen Sprung aus seinem Badezimmerfenster das Leben.
Damit sind wir auch schon beim Thema: inwieweit mache ich durch falsche Zimmerwahl meinen Selbstmord zu einer noch erbärmlicheren Sache? Sollte man nicht, wenn man schon springen will, wenigstens von einer Dachterrasse springen? Ist das Badezimmer nicht eher Pulsaderzersägen, Ertränken und Föngrillen vorbehalten? Was wird aus einem Erhängten, wenn er nicht mehr auf einem Dachboden oder in einem Keller baumelt? Und wie steht es mit Vergiften? Entschläft man im Bett oder auf der Couch? Oder doch lieber auf einem Fliesenboden, falls man doch noch kotzt?
Fragen über Fragen, die sich jeder stellen sollte, bevor er seinen Abschiedsbrief schreibt (Und schreibt man überhaupt einen Abschiedsbrief? Wenn ja, wie lang? Und an wen? Sagt man da tschüss? Oder danke?). Sollten das nicht die einzigen Probleme sein, die dich vom Selbstmord abhalten: Glückwunsch und weitermachen!

mh. ich muss dir recht geben. manchmal sind das die einzigen gedanken… aber mal im ernst: selbst wenn man mal nen schlechten tag hat: WAS WÜRDE MAN IN SO NEN VERDAMMTEN BRIEF SCHREIBEN??? spätestens beim schreiben sollte einem auffallen: dass man nicht sterben will, weils so liebe menschen um einen rum gibt… oder es fällt einem wirklich NICHTS und NIEMAND ein, weil man SO arm dran ist… aber dann nimmt man sich auch nicht das leben, weil ja der brief fehlt… fatale sache so ein suicid. man müsste mit betroffenen reden können
tschudligung für den sakasmus…
Sarkasmus?