Felix – Ich, wie es wirklich war

Guten Morgen, guten Abend, gute Nacht!

Veröffentlicht in Den Menschen wie den Leuten, Der tägliche Wahnsinn, Fernsehen, Film, Kultur von felixander am November 7, 2007

Gestern lief mal wieder die Truman Show im Fernsehen, und obwohl ich nicht mehr als fünf Minuten sah, fiel mir eine ganz neue Sichtweise auf den Film auf. Denn natürlich geht es auf den ersten Blick um die perversen Auswüchse einer Fernsehgesellschaft, die unterhalten werden will, egal wie und womit, aber viel interessanter ist, dass es hier auch um eine ganz große Menschheitsfrage geht: bin ich durch die Welt oder ist die Welt durch mich?

Der Truman

Während wir Zuschauer sicher sind, dass Truman 24 Stunden am Tag sein Leben lebt, fällt für Truman der Baum tatsächlich nur um, wenn auch jemand hört, dass er umfällt. Ein Bürogebäude, das neben Trumans Arbeitsplatz liegt, muss nur als Kulisse existieren, weil nur das wirklich ist, was Truman davon wahrnimmt. In Trumans Welt ist jeder, der nicht Truman ist, nur da, weil Truman da ist. Sie sind Statisten ohne eigenes Leben. Philosophisch eine extreme Position, im Film das normalste der Welt. In Matrix ist es ganz ähnlich: das, was wir sehen, ist nicht das, was ist. Wobei es hier noch eine zweite Realität gibt. Truman hat die nicht.

Dennoch hat er uns etwas voraus: er kann hinter die Kulissen blicken, sobald er begriffen hat, dass sein Leben eine Fernsehshow ist. Die Menschheit hingegen weiß seit ein paar 1000 Jahren, dass ihr Verstand und ihre Sinne zu begrenzt sind, um je den Backstagepass zu lösen. Klingt das nicht wahnsinnig nach November und Depression?
Nein! Es lebe die Subjektivität! Es lebe mein Blau und dein Blau! Mein Schön und dein Schön! Und dass du da wärst, auch wenn ich nicht da wär, glaub ich einfach so.

2 Antworten

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  1. emma sagte, am November 18, 2007 zu 9:00

    schöner text. mag ich gerne.
    liebe grüsse dir.

  2. felixander sagte, am November 18, 2007 zu 9:03

    Danke.


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